Schulung und Ausbildung
Basismodul „Risikoanalyse und Bedrohungsbewertung“ erfolgreich abgeschlossen
2026
Im Auftrag des BMFWF hat die GTWS gemeinsam mit der Hochschule Campus Wien ein Schulungskonzept zu Foreign Interference für den Hochschulsektor entwickelt und durchgeführt.
Gemeinsam mit der Hochschule Campus Wien und im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung hat die GTWS ein Schulungskonzept zum Thema Foreign Interference für den österreichischen Hochschulsektor entwickelt und erfolgreich durchgeführt.
Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Sensibilisierung allein nicht ausreicht. Hochschulen und Forschungseinrichtungen brauchen Fachleute, die in der Lage sind, Risiken im Zusammenhang mit ausländischer Einflussnahme systematisch zu erkennen, einzuordnen und daraus wirksame Maßnahmen abzuleiten. Genau das leistet das Basismodul: Es vermittelt nicht nur Wissen über Bedrohungsszenarien, sondern eine strukturierte Methodik, die Teilnehmende unmittelbar auf ihre eigene Organisation anwenden können.
Der didaktische Ansatz verbindet Risikomanagement nach internationalen Standards mit der konkreten Anwendung auf Forschungssicherheit. Die Teilnehmenden arbeiten nicht an abstrakten Fällen, sondern an realistischen Szenarien, die typische Konstellationen an Hochschulen abbilden — von internationalen Forschungskooperationen über Gastforscherprogramme bis hin zu Dual-Use-Fragestellungen. Am Ende steht kein Zertifikat, sondern ein Methodenkoffer: die Fähigkeit, Risikoanalyse und Bedrohungsbewertung eigenständig und strukturiert durchzuführen.
Das Konzept wurde als zweitägiges Präsenzformat entwickelt. Es richtet sich an Personen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Verantwortung für Forschungssicherheit, Compliance, internationale Kooperationen oder Sicherheitsmanagement tragen.
Die erfolgreiche Durchführung des Basismoduls zeigt, dass ein evidenzbasierter, praxisorientierter Zugang zum Thema Foreign Interference im deutschsprachigen Hochschulraum auf hohe Nachfrage trifft.