Forschung und Wissenstransfer
Ausländische Einflussnahme auf Wissenschaft und Forschung
2026
Eine Fachbroschüre der GTWS dokumentiert anhand konkreter Fälle, wie Wissenschafts- und Technologiespionage in Österreich und Europa operiert.
Wie operiert Wissenschafts- und Technologiespionage in Österreich und Europa? Welche Methoden setzen staatliche Nachrichtendienste ein, um an Forschungsergebnisse, Technologien und strategisch relevantes Wissen zu gelangen? Und warum sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschungsnahe Unternehmen besonders verwundbar?
Die von der GTWS herausgegebene Fachbroschüre von Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs gibt Antworten — nicht abstrakt, sondern anhand konkreter, dokumentierter Fälle. Die Publikation deckt ein breites Spektrum nachrichtendienstlicher Angriffsmethoden ab: von Cyberspionage gegen Universitäten und Forschungslabore über die gezielte Infiltration durch Gastwissenschaftler und Stipendienprogramme bis hin zur Umgehung von Exportkontrollen durch Scheinfirmennetzwerke. Sie dokumentiert Angriffe auf Hochtechnologie, Chemieforschung, Biologie und Gentechnologie, Luft- und Raumfahrt, militärische Optik und Elektronik sowie den Maschinenbau.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Österreich als Standort: Die Broschüre zeigt, wie die Rolle Wiens als internationale Diplomaten- und UN-Stadt, die Offenheit des österreichischen Wissenschaftssektors und die enge Vernetzung mit europäischen und transatlantischen Partnern Angriffsflächen schaffen, die ohne spezialisierte Schutzkonzepte schwer zu kontrollieren sind. Gleichzeitig werden Beispiele aus Deutschland und dem europäischen Raum herangezogen, um Muster und Methoden sichtbar zu machen, die über nationale Grenzen hinweg wirken.
Die Publikation richtet sich an Entscheidungsträger in Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen, die ein fundiertes Bild der Bedrohungslage benötigen — jenseits von Schlagzeilen und Einzelfällen.
Die Broschüre ist auf Anfrage bei der GTWS erhältlich.